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Ratgeber

Riester, Rürup, Betriebsrente — was passt zu wem?

Die geförderten Vorsorgeformen sind nicht besser oder schlechter als einander — sie sind für verschiedene Menschen gemacht.

Der Vergleich in einer Tabelle

RiesterRürup / BasisrenteBetriebsrente
Gemacht fürAngestellte, besonders mit KindernSelbstständige, gut VerdienendeAngestellte
Förderung überZulagen und SteuerSteuerabzugEntgeltumwandlung, Arbeitgeberzuschuss
AuszahlungRente, Teilbetrag vorab möglichausschließlich RenteRente oder Kapital
Vererbbareingeschränktnur mit Zusatzbausteineingeschränkt
Kündbarmit Rückzahlung der Förderungneinnein, ruhend stellbar

Riester

Die Förderung läuft über Zulagen, die für Familien mit Kindern erheblich ins Gewicht fallen — dort erreicht die Förderquote Werte, die kein anderer Weg erreicht. Für Alleinstehende mit mittlerem Einkommen fällt sie deutlich schwächer aus.

Der ehrliche Teil: Viele ältere Riester-Verträge haben hohe Abschluss- und Verwaltungskosten. Dann frisst der Vertrag einen erheblichen Teil dessen auf, was die Förderung bringt. Ein Riester-Vertrag ist kein Selbstläufer — er ist nur so gut wie seine Kostenstruktur. Genau das prüfen wir, bevor wir irgendetwas empfehlen.

Rürup / Basisrente

Der stärkste steuerliche Hebel, den es gibt — und deshalb vor allem für Selbstständige mit hohem Einkommen interessant, die keine gesetzliche Rente aufbauen. Die Beiträge sind in großem Umfang als Sonderausgaben absetzbar.

Der Preis dafür ist Unbeweglichkeit: nicht kündbar, nicht beleihbar, keine Kapitalauszahlung, nur eine lebenslange Rente. Wer flexibel bleiben muss, ist hier falsch.

Betriebliche Altersvorsorge

Für Angestellte oft der einfachste Weg, weil der Arbeitgeber sich beteiligen muss und die Beiträge vor Steuern und Sozialabgaben abgehen. Das erhöht die Wirkung jedes eingezahlten Euros deutlich.

Zu bedenken: Die spätere Betriebsrente ist voll beitragspflichtig in der Krankenversicherung, und geringere Sozialabgaben heute bedeuten auch etwas weniger gesetzliche Rente später. Wie gut die bAV ist, hängt stark vom Zuschuss des Arbeitgebers ab — ist er großzügig, schlägt sie fast alles andere.

Und die freie Anlage?

Ein schlichter Fondssparplan ist flexibel, kostengünstig und jederzeit verfügbar — dafür ohne Förderung und ohne Garantie einer lebenslangen Zahlung. Für viele ist die Mischung richtig: ein geförderter Baustein für die Grundlast, ein freier für die Beweglichkeit.

Was in deinem Fall trägt, hängt an Einkommen, Status, Alter und daran, wie viel Beweglichkeit du brauchst. Deshalb fragen wir das ab, bevor wir rechnen.

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